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7 De Laan

Seit Juni 2014 sind wir in dem kleinen Township 7 De Laan (sprich 'sewende laan', bedeutet auf Afrikaans: Siebte Allee) involviert. Dies ist die Geschichte, wie der Herr uns dort hin geführt hat und welche Vision er für diesen schönen Ort hat...

Im März 2014 war es an der Zeit uns die Frage zu stellen, was als Nächstes für uns in der Mission dran ist, nachdem wir all unsere Verantwortung für unser vorheriges Projekt an die lokalen Mitarbeiter abgegeben hatten. Wir nahmen uns eine Woche des Gebets vor und Gott sprach in dieser Zeit deutlich zu uns über einen kleinen, versteckten und extrem unterprivilegierten Township, irgendwo in Kapstadt, mit Sandstrassen, kaum Infrastruktur und vor allem vielen sozialen und geistlichen Problemen. Mit diesem detaillierten Bild im Kopf warteten wir darauf, dass Gott uns zeigen würde, wo dieser besondere Ort ist.

Wir ahnten nicht, dass wir viele Jahre fast täglich auf unserem Weg zu Sibongile in Khayelitsha an diesem Juwel, verborgen zwischen Dünen, vorbeigefahren waren.

Zwei Monate nach der Gebetswoche fuhr Marco wieder an einer kleinen Ansammlung von Hütten vorbei, auf die er schon vorher ein Auge geworfen hatte. Er fuhr hinein und sprach einfach jemanden an. Siehe da, es war Kathy, eine der Community Leiterinnen, die Marco sofort herzlich empfing und ihn in dem kleinen Ort, bestehend aus zwei unbefestigten Strassen und etwa 70 Blechhütten, herumführte. Die Leute waren offen und freundlich, und Marco sollte sogar für viele von ihnen beten. Der Zustand einiger Häuser und ihrer Bewohner war wirklich erschütternd.

Eine Weile später, fuhr Marco wieder dort vorbei und sah zufällig das Krisenauto der Stadt Kapstadt in dem kleinen Township stehen. Mitten im kalten Winter war ein neugeborenes Baby an Unterkühlung gestorben. Diese Neuigkeit und die Umstände der Familie, bewegten uns sehr und wir schrieben eine Email. Nur eine Email, mit wenigen Worten und ohne Fotos und auch nur an unsere deutschen Emailempfänger. Tausende von Euro flossen innerhalb von wenigen Tagen zugunsten der Kälteopfer ein, die wir für Decken, Dachplanen und Nahrung gebrauchten. Unsere Gemeinde in Deutschland platze förmlich vor Mitgefühl für diese kleine Community. Diese Reaktion war eine klare Bestätigung für uns, dass es tatsächlich dieser Ort war, den der Herr vor Monaten gemeint hatte - 7 De Laan. Da wussten wir wozu wir als nächstes in der Mission berufen waren: Gottes Liebe und Veränderung in den kleinen Ort 7 De Laan zu bringen.

Natürlich ist es uns wichtig, dass genau wie bei Sibongile auch hier unsere Arbeit nachhaltig ist. Wir sind sehr gesegnet, dass bei 7 De Laan so viel Offenheit in der Leiterschaft ist. Maggy (mitte) und Kathy (rechts) leben schon seit Jahren in 7 De Laan und sind die Ansprechpartner für jedes Problem. Zusammen mit den beiden, David (der auch in 7 De Laan wohnt) sowie Sandy und ihrem Team von Destiny Changers - Difference Makers bilden wir das Leitungsteam, was gemeinsam diesen kleinen Ort nach vorne bringen möchte. Dazu kommen noch Sandra, René, Sophia, Peter, Joan und viele andere, die ein Herz für die Menschen haben und viele Stunden für sie opfern.

Neben Marcos täglichen und Justines wöchentlichen Besuchen bei 7 De Laan, bei denen wir Beziehungen vertiefen, zuhören, beten und vor allem Marco sehr viel Organisatorisches macht, arbeiten wir gemeinsam auf das nächste Ziel hin. Auf diesem Feld (s. oben) direkt vor dem Eingang von 7 De Laan soll eine Mehrzweckhalle und Vorschule gebaut werden. Die jungen Kinder sind in 7 De Laan meist sich selbst überlassen, was zu viel Gewalt, Unfällen und Krankheit führt, sowie sie sehr in ihrer Entwicklung einschränkt. Für diese Kleinen soll die Vorschule gebaut werden, bei der Kathy sich mit ihrer jahrelangen Erfahrung einbringen wird. Bei den Jugendlichen und Erwachsenen herrschen so vielschichtige Probleme vor, aber es gibt nirgendwo einen neutralen Ort, wo man ungestört und vor allem ungehört reden kann. Auch können wir nirgendwo Kurse z.B. für die Drogenabhängigen oder Elternkurse anbieten, denn es gibt keinen geschützten Versammlungsort. Deswegen werden Seelsorge-Räume an die Vorschule angebaut, und der Vorschulraum selbst kann abends für Gruppensitzungen etc gebraucht werden. Auch eine voll ausgestatte Küche wird es geben, damit die Kinder täglich mit einer warmen Mahlzeit versorgt werden. Die Stadtverwaltung ist auf unserer Seite und wir warten nur noch auf ein paar Details, bevor es losgehen kann.

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